Der Wiener Wirtschaft ist es ein mehr als grosses
Anliegen, dass es den Betrieben gut geht. Es gilt, die
richtigen Rahmenbedingungen für sie zu schaffen und
einen Nährboden, auf dem sich die Wirtschaft entfalten
und wachsen kann. Den Unternehmen kann es aber nur gut
gehen, wenn es auch den Mitarbeitern gut geht, die
hinter diesen Unternehmen stehen, mit deren
Anstrengung, Kraft und Ausdauer überhaupt all das
geschaffen werden kann, worauf die Wirtschaft so stolz
sein darf. Ohne den körperlichen und geistigen Einsatz
derer, die tagtäglich ihr Bestes geben, wären diese
Erfolge gar nicht möglich.
Doch nur gesunde Mitarbeiter können mit
hundertprozentigem Einsatz ans Werk gehen und
herausragende Leistungen vollbringen. Nur wer die
Signale seines Körpers hört, ihnen Beachtung schenkt
und umsichtig mit seinen Ressourcen umgeht, wird auch
langfristig für die Anforderungen des Alltages
gerüstet sein. Schmerz blockiert uns und kann uns
davon abhalten, Höchstleistungen zu erbringen.
Krankenstände, Frühpensionierungen oder
Berufsunfähigkeit verursachen der Wirtschaft Jahr für
Jahr enorme Kosten, vom persönlichen Leid des
Betroffenen ganz abgesehen.
Oft könnten gesundheitliche Probleme aber schon im
Keim erstickt werden, langfristig würden sich nicht
nur die Unternehmen dadurch viele Kosten ersparen.
Umso mehr bedarf es in Zeiten, in denen die
Anforderungen für jeden einzelnen von uns zunehmen,
auch professioneller Unterstützung in gesundheitlichen
Fragen. Ein kompetenter Ansprechpartner ist notwendig,
wenn es darum geht, Ursachen für Leiden aufzuzeigen
und rasch adäquate Hilfe zu vermitteln. Denn neben
aktiver Forschungstätigkeit leistet vor allem auch
Aufklärung einen wichtigen Beitrag zur
Schmerzprävention.
Schmerz muss nicht sein - wer sich rechtzeitig
informiert und etwas dagegen tut, der kann sich und in
der Folge auch der Wirtschaft, die für unser aller
Wohlstand sorgt, viel ersparen.
Komm. Rat Walter Nettig
Präsident der Wirtschaftskammer Wien i.R.