Die Behandlung chronischer Rücken-und Kreuzschmerzen aufgrund
von Bandscheibenleiden erfolgt meistens zuerst medikamentös. Bei Versagen von
Infusionstherapien, physikalischer Medizin oder weiterer konservativer Maßnahmen
ist seit kurzem ein neues, für den Patienten schonendes Verfahren möglich: die
"Ozonspritze".
Hierbei wird mit einer dünnen Nadel die betroffene Bandscheibe mit Hilfe der
Computertomografie punktiert und Ozon (=3-wertiger Sauerstoff) injiziert.
Mit dieser minimal-invasiven Methode kann bis zu 78% der Schmerzpatienten auf
Dauer geholfen werden. Bei chronisch-schmerzhaften Wirbelkörpereinbrüchen durch
Osteoporose kann ebenfalls schonend unter Röntgenkontrolle Zement in den
Wirbelkörper eingespritzt werden. Hierbei liegt die Erfolgrsate bei 90% mit
sofortigem Rückgang der oft ausgeprägten Rückenschmerzen.
Prim.Univ.-Prof. Dr. Siegfried Thurnher
Vorstand der Abtl.f.Radiologie u. Dept.f.Nuklearmedizin
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder