Chronischer Schmerz wird in der modernen Betrachtungsweise
als eine bio-psycho-soziale Erkrankung verstanden, also als eine Erkrankung,
die neben körperlichen Aspekten auch psychische und soziale Faktoren beinhaltet.
Europaweit gibt es in über einem Drittel der Haushalte zumindest
eine aktuell von Schmerzen geplagte Person im Erwachsenenalter. Chronischer Schmerz
hat nicht nur eine lebensverändernde Folge für die betroffenen Patienten, sondern auch
enorme gesundheitspolitische Konsequenzen. Wenn nichts geschieht, werden ungenügend
behandelte Schmerzen zur Epidemie des 21. Jahrhunderts! In den letzten Jahren wurden
neue physikalisch-medizinische und rehabilitative Behandlungskonzepte des Schmerzes,
insbesondere des Bewegungsapparates eingeführt.
Durch sachgerechte Information schärft die Initiative "CONTRA DOLOREM"
vor allem das öffentliche Problembewusstsein über die Bedeutung von Prävention und
Therapie chronischer Schmerzen.
o. Univ.-Prof. Dr. Veronika Fialka-Moser
Vorstand der Univ. Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation
AKH-Wien