Maria Rauch-Kallat

Gemeinsam gegen den Schmerz

Chronische Schmerzen sind für die Betroffenen schrecklich und bringen längerfristig meist eine Veränderung des gesamten Lebens mit sich. Neben dem Leid der Patientinnen und Patienten verursachen chronische Schmerzen auch enorme Folgekosten für das Gesundheitswesen. Europaweit gibt es in über einem Drittel der Haushalte zumindest eine aktuell von Schmerzen geplagte Person im Alter von mehr als 18 Jahren. Statistiken belegen, dass in Österreich rund 700.000 Menschen im Laufe ihres Lebens an chronischen Schmerzen leiden. Frauen bilden dabei leider die Mehrheit: in Österreich sind 58 Prozent aller von chronischem Schmerz geplagten Patienten Frauen.

Die Mediziner/innen und Gründer/innen des Projekts "Contra Dolorem" wissen, dass eine wirksame Hilfe gegen Schmerzen in den meisten Fällen möglich ist und dass es nicht sein muss, dass viele Menschen ihre Schmerzen als etwas Unvermeidbares hinnehmen. Sie informieren von chronischen Schmerzen Betroffene kompetent und umfassend über mögliche Therapien und effektive Präventionsmaßnahmen.

Ich freue mich, dass wir mit "Contra Dolorem" in unserer nationalen Gesundheitsförderungsbewegung eine weitere Partnerin auf dem Weg zu mehr Gesundheitsbewusstsein und mehr Lebensqualität in Österreich gewonnen haben. Unser gemeinsames Ziel ist es, Leid zu lindern, die Öffentlichkeit auf das Problem chronische Schmerzen aufmerksam zu machen und durch gezielte Vorsorge- und Informationsmaßnahmen gleichzeitig Ressourcen im Gesundheitssystem zu schonen.

Denken Sie daran: Gesundheit ist kein Zufallsprodukt. Jede/r Einzelne kann mit einfachen Mitteln viel zur Erhaltung der eigenen Gesundheit beitragen. Oft muss nur der sprichwörtliche innere Schweinehund (kurz iSch) überwunden werden. Wie`s geht und alles zu mehr Gesundheit erfahren Sie im Internet unter www.iSch.at.

Maria Rauch-Kallat
ehem. Bundesministerin