Univ.-Prof. Dr. Peter Polterauer

Durch die Zunahme der Gefässerkrankungen in der Bevölkerung hat sich das Fachwissen auf diesem Spezialgebiet der Medizin in den letzten Jahren in Diagnostik, Therapie und Nachsorge rasant entwickelt. Ein Beispiel hierfür stellt die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) dar, eine in Stadien ablaufende Gefässerkrankung, die zum Teil mit erheblicher Schmerzsymptomatik einhergeht. Betroffen sind vor allem Diabetiker, deren Extremitäten in erster Linie durch die Entwicklung des sog. "diabetischen Fusses" gefährdet sind.

Neben einer Verbesserung der Durchblutung und den gefässrekonstruktiven Möglichkeiten ist daher eine suffiziente Schmerztherapie, vor allem des Ruheschmerzes ein essentieller Teil des Behandlungskonzeptes.

Der Erfolg einer Schmerztherapie hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist, dass die Behandlung so früh wie möglich erfolgt, um einerseits die Penetranz des Schmerzes zu vermindern und andererseits auch dessen Chronifizierung sowie die Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses hintanzuhalten. Hierzu wird von erfahrenen Medizinern individuell aus dem breitgefächerten Angebot an Schmerztherapien die für den jeweiligen Patienten optimale Behandlung exzerpiert und durchgeführt.

Univ.-Prof. Dr. Peter Polterauer
Leiter der Klin. Abteilung für Gefässchirurgie, AKH-Wien
Direktor des Ludwig Boltzmann-Institutes für Interdisziplinäre klinische Gefässmedizinforschung