Die Ätiologie von Schmerzen ist vielfältig und die Schmerztherapie
ist ein fachübergreifendes Anliegen. Bei der Erstellung eines Therapieplanes
sind die Gesamtbeschwerden und die dynamische Krankheitsentwicklung zu
berücksichtigen. Dementsprechend sind hier spezifisch ausgebildete
Schmerztherapeuten von zentraler Bedeutung nicht nur für die
individuelle Therapieplanung sondern auch hinsichtlich der
Patienteninformation und Therapiebegleitung. Einen hohen Anteil an
Patienten mit Schmerzen sind Tumorpatienten, und in allen Phasen einer
Krebserkrankung muss die Behandlung des Schmerzes integraler Bestandteil
der Therapie sein. Meist ist die Kombination mehrerer Therapieformen aus
unterschiedlichen Fachdisziplinen erforderlich. Eine mögliche
Therapieoption ist auch die palliative Schmerztherapie bei Schmerzen
infolge von Knochenmetastasen mit Radionukliden. Sie zeichnet sich durch
ihre nachgewiesene hohe Wirksamkeit und Wirkdauer über mehrer Monate aus
bei niedrigem Nebenwirkungsprofil. Wünschenswert ist der Einsatz der
Radionuklidtherapie zu einem möglichst frühen Zeitpunkt. Die
Verfügbarkeit von spezifisch ausgebildeten Schmerztherapeuten
gewährleistet, dass auch diese Therapieform im Gesamtkonzept der
Schmerztherapie entsprechend eingesetzt wird.
o. Univ.-Prof. Dr. Robert Dudczak
Vorstand der Universitätsklinik für Nuklearmedizin, AKH-Wien