Chronische Schmerzen zählen zu den häufigsten und
am meisten gefürchteten
Symptomen von Krebserkrankungen. Die Schmerzempfindung setzt sich aus
physischen, sensorischen, affektiven, kognitiven, sozialen und anderen
Faktoren zusammen; sie kann sich verselbständigen und zu einem Circulus
vitiosus führen. Persönliche Zuwendung kann die Schmerzschwelle anheben und
den Circulus vitiosus durchbrechen.
Deshalb ist es meiner Meinung nach besonders wichtig,
dass Patienten über
ihren Schmerz sprechen und deren behandelnde Ärzte den Ursachen chronischen
Schmerzes gewissenhaft auf den Grund gehen, um den Betroffenen ein
Höchstmass an Lebensqualität zu ermöglichen.
Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Rolf Schulte-Hermann
Vorstand des Institutes für Krebsforschung
Universität Wien