Univ.-Prof. Dr. Ernst Wolner

In der Herz-Thoraxchirurgie hat, in Anlehnung an die Allgemeinchirurgie, ein Wandel hin zur patientenschonenden minimal invasiven Chirurgie (MIC) eingesetzt. Unter MIC versteht man Therapien, bei denen im Vergleich zu den bisherigen Verfahren die Durchdringungen der Körperoberfläche extrem reduziert werden. Möglich wurde dies durch die Entwicklung endoskopisch-chirurgischer Verfahren, die bereits die Versorgung von Mehrfach-Gefässerkrankungen, aber auch die Entfernung von Lungenlappen sowie die Operation am schlagenden Herzen, d.h. ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine ermöglichen. Für den Patienten ergibt sich durch den Wegfall grosser schmerzhafter Schnitte eine erfreuliche Minderung der Gesamtbelastung und in der Folge eine deutlich raschere Erholung und Genesung. Patienten, die mit MIC-Technik operiert werden, verlassen das Krankenbett schneller und kehren in kürzester Zeit wieder in den gewohnten Lebensraum zurück.

In jedem Fall sollten Chirurg und Anästhesist im Aufklärungsgespräch vor operativen Interventionen den Patienten über die Möglichkeiten der Analgesie informieren. Schwerpunkte eines solchen Gespräches sollten die Erklärung der Subjektivität von Schmerzen und besonders des Schmerzerlebens, voraussichtliche Stärke und Dauer der Schmerzen, verfügbare Analgesiemethoden und Behandlungsalternativen inkl. Risken und Nebenwirkungen sowie allgemein die Bedeutung einer adäquaten Schmerztherapie im gesamten Heilungsprozess sein.

Univ.-Prof. Dr. E. Wolner
Leiter der Klin. Abteilung für Herz-Thoraxchirurgie
AKH-Wien