Neben der Prävention, Behandlung und Heilung von Krankheiten gehört
die Linderung bzw. die Beseitigung von Schmerzen zu den ureigensten Aufgaben der Medizin.
Dem Leidenden Hilfestellung und Erleichterung bei der Bewältigung von physischen und
psychischen Schmerzen zu geben, dies ist nicht nur Ziel der Spitzenmedizin, sondern des
gesamten Gesundheitssystems. Obwohl auf wissenschaftlicher Ebene enorme Fortschritte
auf dem Gebiet der Schmerzentstehung und -verarbeitung erfolgten, scheint das
"Phänomen Schmerz" aus subjektiver Sicht heute aber immer noch - leider allzu oft -
unbehandelbar.
Ich selbst habe in meinem Leben aufgrund meiner umfangreichen
Krankengeschichte viele Male Erfahrungen mit Schmerzen machen müssen. Dies hat mich
in meiner Erkenntnis bestärkt, dass es nach wie vor bestehende strukturelle Defizite
bezüglich der Aus- und Fortbildung, der Zahl der Schmerzbetten und -ambulanzen oder
der Anwendung von vorliegenden Standards der Medikation gibt. Meine persönlichen
Erfahrungen waren für mich aber gleichzeitig auch Ansporn dafür, mich im Rahmen
meiner politischen Tätigkeit für eine ständige und nachhaltige Verbesserung der
Schmerzbekämpfung in Österreich einzusetzen.
Meine Unterstützung möchte ich all jenen zusichern, die durch
ihren persönlichen Einsatz den gemeinsamen Kampf gegen den Schmerz vorantreiben.
Das große Engagement und das Verantwortungsbewusstsein für die Patientinnen und
Patienten, das hinter "CONTRA DOLOREM" steht, verdient nicht nur meine, sondern
unser aller Hochachtung.
Mag. Herbert Haupt
Behindertenanwalt im Bundessozialamt