Palliativmedizin versteht sich, in enger Kooperation mit Spitälern,
Hausärzten und sozialen Diensten, als ganzheitliche Betreuung von Menschen,
die an einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden
und deren Lebenserwartung begrenzt ist. Vorrangig ist in diesem Konzept
neben einem interindividuellen Therapieregime mit besonderer
Berücksichtigung der körperlichen, psychosozialen und spirituellen
Bedürfnisse des Patienten und seiner Angehörigen eine effiziente
Schmerztherapie bei Erhalt der kognitiven Funktionen.
Viele Tumorerkrankungen bzw. neuromuskuläre Erkrankungen gehen mit zum Teil
quälenden Schmerzen einher, es ist jedoch in den meisten Fällen möglich,
diese durch Zuhilfenahme unterschiedlicher Therapieansätze zu lindern.
Weiters dienen begleitende psychologische Massnahmen der Schmerzreduktion
und besseren Schmerzverarbeitung.
Schwerstkranke brauchen die beste medizinische Versorgung, aber auch ein
stabiles soziales Netzwerk für ihre Sorgen und Ängste.
Dr. Franz Zdrahal
Chefarzt der Caritas Wien
Leiter Mobiles Hospiz der Caritas Wien
Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG)