Die Angst vor Schmerzen nach Operationen ist in der Bevölkerung trotz
modernster Schmerztherapiekonzepte nahezu unverändert gross und scheinbar
nicht ganz unbegründet, da die postoperativen Schmerzen bei ca. 5-10 Prozent
der Patienten chronifizieren und somit zum ständigen Begleiter werden. Das
Thema Schmerzlinderung hat folglich für die Patienten einen hohen
Stellenwert und rangiert in ihrer Bewertung der Krankenhausleistungen weit
vorne.
Die Behandlung postoperativer Schmerzen ist ein interdisziplinäres Feld und
kann nur gelingen, wenn alle Fach- und Berufsgruppen bereit sind,
miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren. Daher begrüsse ich die
Tätigkeit der Initiative "CONTRA DOLOREM", die das Miteinander als
wesentlichen Erfolgsfaktor einer suffizienten Schmerztherapie in den
Vordergrund ihrer Bemühungen stellt.
o. Univ.-Prof. Dr. Raimund Jakesz
Klinische Abteilung für Allgemeinchirurgie AKH-Wien