Bedingt durch intensive klinische Forschung hat sich in der Therapie chronischer Schmerzen
in den letzten fünfzehn Jahren ein derartiger Standard entwickelt, dass heute Schmerzen bei allen
Patientinnen und Patienten wirksam gelindert werden können oder auch völlige Schmerzfreiheit erreicht
werden kann.
Dabei ist wesentlich, dass die Therapieschemata mit den angewendeten Arzneimittel
auch deren unerwünschte Wirkungen auf ein Minimum reduzieren können, sodass eine normale Alltags-
und berufliche Tätigkeit verrichtet werden kann. Intensive Forschungsaktivitäten auf dem Sektor
Schmerztherapie lassen weiter Verbesserungen erwarten.
Entscheidend ist, dass alle Ärztinnen und
Ärzte über diese Therapieschemata informiert sind. Es ist daher ein wesentlicher Aspekt der
ärztlichen Ausbildung, sei es im Studium und postgraduell, dieses notwendige Wissen zu vermitteln.
In dem seit zwei Jahren laufenden neuen Medizincurricula an den Medizinischen Universitäten wird
der Ausbildung zur Therapie chronischer Schmerzen in hohem Maße Rechnung getragen.
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz
Rektor der Medizinischen Universität Wien