SCS - Spinal Cord Stimulation
Das Einsatzgebiet dieser invasiven Therapieform beschränkt sich weitestgehend auf den Deafferenzierungsschmerz durch Gegenirritation bei chronischen neuropathischen Schmerzsyndromen und Syndromen wie diabetische Neuropathie, Radikulopathie, arterielle Verschlusskrankheit (AVK), inoperable Angina pectoris, Phantomschmerz und Reflexdystrohie.
Nach Plazieren einer mehrpoligen Elektrode im Epi- duralraum in örtlicher Betäubung erfolgt nach einer Teststimulation über einen Zeitraum von meheren Tagen die Implantation eines Stimulationsaggregates bzw. eines Empfangsmoduls, das Impulse eines ausserhalb des Körpers plazierten Senders aufnimmt.
Abgesehen von den generellen Risiken jeder Intervention im Epiduralraum sind als Nachteile des Verfahrens hauptsächlich technische Probleme wie z.B. Elektroden- dislokation bzw. die Notwendigkeit eines Batterie- wechsels ca. alle drei Jahre zu nennen. Weiters berichten manche Patienten über einen allmählichen Wirkungsverlust, der nur zum Teil durch zentrale Adaptation zu erklären ist, da der genaue Wirkungsmechanismus der SCS zum gegebenen Zeitpunkt nicht restlos geklärt ist.
