Contra Dolorem - Der Verein

"Ärzte sind äußerst leidensfähig, wenn es darum geht, die Schmerzen ihrer Patienten zu ertragen". Nichts belegt diese Einschätzung besser als ein Satz, den Schmerzpatienten sehr häufig von ihren Behandlern zu hören bekommen: "Mit Ihren Schmerzen müssen Sie einfach leben". Dadurch erhöht sich jedoch signifikant das Risiko, zu resignieren oder den nächsten Arzt zu konsultieren, was jedoch Prim. Univ. Prof. Dr. Wilfried Ilias, Dr. med. Renate Barker, MSc, Uiv. Prof. Dr. Alexander Kober oftmals den Anfang einer langen und vor allem frustranen Patientenkarriere in wechselnden Praxen und Kliniken zur Folge hat.

Die Abwärtsspirale gewinnt mehr und mehr Eigen- dynamik, in vielen Fällen treten Depression, Mutlosigkeit und Resignation in den Vordergrund, Selbstmordgedan- ken erscheinen dem einen oder anderen Schmerzpati- enten die einzig gangbare Alternative zum unerträg- lichen Leid.

 

Schmerzen können nur schwer "gemessen" werden

Schmerzen werden von Mensch zu Mensch unter- schiedlich wahrgenommen und beschrieben, sie sind nicht so leicht mess- und objektivierbar wie andere Krankheitsbilder und daher ist eine adäquate Schmerztherapie selbst in unserer modernen Zeit der High-Tech-Medizin zum Leidwesen der hochqualifizierten Fachleute auf diesem Gebiet noch immer ein Stiefkind der Patientenversorgung.

In Österreich leiden Schätzungen zufolge 10% der Gesamtbevölkerung an chronischen Schmerzen, das entspricht der schier unglaublichen Zahl von ca. 700.000 Menschen!

Bei einer Schmerzbehandlung darf auf die "Seele" nicht vergessen werden!

Chronische Schmerzen können und sollen behandelt werden! Die Schmerztherapie ist aufgrund der Beeinträchtigung sowohl körperlicher, als auch seelischer und sozialer Fähigkeiten durch eine chronische Schmerzerkrankung auf multimodale Therapiekonzepte ausgelegt. Das heisst, dass neben körperlichen Therapien wie z. B. Medikamente, Injektionen, Akupunktur und Chiropraktik auch psychologische Verfahren zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden sollten.

Als relativ junges Fachgebiet können wissenschaftlich gesicherte therapeutische Standards erst für Teilaspekte formuliert werden, viele Empfehlungen zu diesem Thema beruhen noch auf empirischen, nur teilweise validierten Grundlagen. Dies gilt in besonderer Weise für die Bewertung sogenannter alternativer, aber auch für eine Reihe psychotherapeutischer Therapierichtungen (ohne hier zu unterstellen, dass die "schulmedizinischen" Therapierichtlinien stets wissenschaftlich abgesichert seien).

Das Ziel von "Contra Dolorem"

Der Begriff "Algesiologie" als "Wissenschaft vom Schmerz" hat sich in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren innerhalb der österreichischen Ärzteschaft, nicht zuletzt unter dem Interesse der Öffentlichkeit, mehr und mehr etabliert und führt zunehmend zu einer intensiven Forschungstätigkeit über Ursachen, Verarbeitung und Behandlung von Schmerzen. Zu diesem enormen Fortschritt haben sicherlich die jetzt auch in Österreich zahlreichen Einrichtungen beigetragen, die sich auf die Behandlung akuter und chronischer Schmerzsyndrome spezialisierten.

Trotzdem besteht nach wie vor eine grosse Lücke zwischen den Therapiestandards, die in speziellen Zentren errichtet werden, und der andernorts gewährleisteten Grundversorgung von Patienten, die an akuten oder chronischen Schmerzen leiden. Um diese Lücke zu verkleinern, formierte sich in Wien unter der Leitung zweier engagierter Mediziner die "Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Schmerzbekämpfung - Schmerzforschungszentrum CONTRA DOLOREM", in der neben der Betreuung im Rahmen der Selbsthilfe neueste Erkenntnisse zum Thema Schmerz einer breiten Öffentlichkeit, sowohl Laien als auch medizinisch Kundigen, zugänglich gemacht werden.

Erklärung - Was wir nicht tun

  • Wir führen keine Untersuchungen durch.
  • Wir stellen keine Diagnosen.
  • Wir empfehlen keine Therapien.
  • Wir ersetzen den Besuch bei Ihrem behandelnden Arzt nicht.
  • Alle Informationen sind ausschliesslich als ein Überblick über den aktuellen medizinischen Wissensstand zu verstehen und sind für niemanden verbindlich! Für die Richtigkeit der Informationen auf anderen Seiten in Zusammenhang mit der Linksammlung können wir leider keinerlei Gewähr übernehmen. Sie spiegeln nicht in jedem Fall unsere persönliche Meinung wider.

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